Eine kurze Einordnung.
In jüngster Zeit werden die Begriffe "Integration" und "Assimilation" wieder einmal häufig so benützt, als würden sie das Gleiche bedeuten.
Eine kurze Recherche im Internet, die leicht zu bewerkstelligen ist, macht fundamentale Unterschiede deutlich.
Hier eine knappe Zusammenfassung.
Integration bedeutet die Eingliederung von Zugewanderten in die Aufnahmegesellschaft, sodass sie gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben, ohne ihre kulturelle Herkunft vollständig aufgeben zu müssen (z.B. Sprache, Religion, Bräuche).
Assimilation bedeutet die weitgehende Angleichung der Minderheit an die Mehrheitsgesellschaft, bei der eigene Kulturgüter und Besonderheiten zugunsten der Mehrheitskultur aufgegeben werden.
Integration steht für Pluralismus („Einheit in Verschiedenheit“), Assimilation für kulturelle Vereinheitlichung. (Assimilation wäre ziemlich sicher eine "Leistung", zu der wohl die meisten der sogenannten "Autochthonen" in D oder A im "Ausland" nicht bereit wären.)
Gerne wird in diesem Zusammenhang die Rede des türkischen Autokraten Erdogan vor Tausenden Türk*innen in Düsseldorf zitiert, der meinte, "Assimilation wäre Völkermord". Selbst wenn man unter Assimilation die Aufgabe der eigenen Kulturgüter und Besonderheiten zugunsten der Mehrheitskultur versteht, ist die bewusst polemische Wortwahl Erdogans unerträglich.
Wer aber bewusst oder aus Unwissenheit die beiden Begriffe Integration und Assimilation gleichsetzt, betreibt das Geschäft Erdogans.

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