Ratlos.

Die furchtbar-dummen Nasenbären, die nach eineinhalb Jahren Pandemie immer noch die Masken mit heraushängender Nase tragen.

Die Impfverweigerer, die ihren Ego-Trip damit rechtfertigen, sie würden das Risiko im Fall einer Ansteckung eh alleine tragen. Nein, Ihr steckt dann andere an, die sich bemühen. Und Ihr blockiert die Betten in den Intensivstationen, auf die Ihr keinen Anspruch haben solltet.

Die "Agilen", die sich gruppendynamische Rituale zugelegt haben, vor denen nicht nur dem Hausverstand, sondern seit Jahrzehnten allen ernsthaften PsychologInnen graust: Kritik an einer Einzelperson vor der Gruppe ist außer Scheisse nur noch Scheisse. 

Die "modernen" Eltern, die versuchen, einem Dreijährigen durch Logik beizubringen, was nun sein soll und was nicht, anstatt mit Konsequenz und gewaltfrei (!) Grenzen zu setzen. 

Die SprachpolizistInnen, die sich mit einer Brutalität so ereifern, dass sich alle, die nicht über ein resolutes Selbstbewusstsein verfügen, ins Schweigen flüchten, weil sie sich vor dem planmäßigen verbalen Baseball-Schläger der Correctness-Fraktion fürchten. 

Die Ernährungs-Krieger, die im Restaurant das Essen zurückschicken, weil sich eine Beilage auf dem Teller befindet, die sie nicht essen wollen, anstatt diesen Teil halt einfach nicht zu essen. 

Und während all diese und noch andere ähnliche Ego-Trips lustvoll exekutiert werden, schaffen die Rechten die Demokratie und die Neoliberalen das Sozialsystem ab. Grinsend. Weil sich die "Anderen" in den Fußnoten ihrer Befindlichkeiten verheddern. 


Das macht mich nicht einmal mehr wütend.

(Soll ich auch nicht werden.)

Sondern nur noch ratlos.

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Kommentare: 1
  • #1

    Robert Dengscherz (Sonntag, 08 August 2021 19:55)

    Ja, das triffts punktgenau … Ratlosigkeit.